Was wir tun

 

REDEMPTORISTEN, JUNGE UND BERUF

“Herr, was willst du, dass ich tue?”. Es gibt Momente, wo der gläubige Mensch diese Frage stellt. Das passiert in Zeiten, wo man unsicher ist oder Angst hat oder vor Entscheidungen steht. Öfter und stärker stellt sich diese Frage in der Jugend. Da stellen wir fest, dass wir von den vielen Wegen eigentlich nur wenige einschlagen können und uns für einen entscheiden müssen. Wir sehen ein, wie wir in Wirklichkeit veranlagt sind, und dass wir nicht ewig nur träumen können. Es wird klar, dass unsere Vorliebe sich auf eine bestimmte Aufgabe mit bestimmten Personen richten muss.

“Herr, was willst du, dass ich tue?“ Wenn du, jung wie du bist, diese Frage stellst, dann lies diese Seite. Und wenn du bei irgend einer Gelegenheit die Redemptoristen kennen gelernt hast und überlegst, ob du mit ihnen in ihrer Mission arbeiten sollest, ist das ein Grund mehr, hier weiterzulesen. An anderen Stellen dieser Homepage findest du Informationen über die Redemptoristen; hier nun siehst du, was dieselben anbieten für Junge wie du.

Jugend- und Berufepastoral der Redemptoristen

Vielleicht – gerade dank dieser Seite – weisst du, dass heute in 77 Ländern insgesamt 5.400 Redemptoristen arbeiten. Darum ist die “Berufung als Redemptorist” sehr mannigfach. In einem afrikanischen Dorf ist sie anders als in einer japanischen Grossstadt, und der Student an einer Universität in den Vereinigten Staaten hat andere Vorstellungen als der Student auf den Anden in Bolivien.

Aber gerade in dieser vielfältigen Welt fallen die Jungen mit ihren gemeinsamen Charakterzügen auf: mit ihrem Drang nach Freiheit, ihrem Verlangen auszutauschen und zu lieben, ihrem Sinn für Fortschritt, ihrem Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit. An sie, wo immer sie sich befinden und wie ihre Hautfarbe sein mag, wendet sich die Jugend und Berufepastoral der Redemptoristen.

Für junge Menschen stellt diese Berufepastoral die Frage: “Was kann ich tun für Jesus Christus?” Auf diese Frage gibt es verschiedene Antworten:

-   ich bin berufen, als Laie meine Taufe voll und ganz ernst zu nehmen in meinem Alltag, in der Gesellschaft, in sichtbarer Treue zum Evangelium, zum Aufbau einer Welt, die gerechter und brüderlicher ist;

-   ich bin berufen, als Laie mitzuarbeiten in der Kirche, in der Pfarrei, in den Gruppen für Solidarität, Gottesdienstgestaltung und Katechese oder in den Pastoralräten,

-   ich bin berufen zu einer Aufgabe in enger Verbundenheit mit Christus, dem Erlöser, und zwar als Missionar und Redemptorist: entweder als Priester oder als ständiger Diakon oder als Bruder, mit den Gelübden der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams.

-   ich bin berufen, als Laienmissionar mit den Redemptoristen zu leben und zu arbeiten in einem Verhältnis, das je nach Umständen verschieden geregelt werden kann.

-   mich interessiert die Familie der Redemptoristen, die im Lauf der Zeit entstanden ist und den Redemptoristen nahesteht, namentlich der Orden der Redemptoristinnen oder die Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser. Vielleicht könnte ich dort meine Berufung finden.

-   ich bin zu einem anderen gottgeweihten Lebensstand berufen in einer anderen Ordensfamilie oder in einer Diözese.

Wie du siehst, hat die Jugend- und Berufepastoral der Redemptoristen ein weites Arbeitsfeld in Sicht. Offen für die Kirche und die Welt, stellt sie die Person in den Mittelpunkt, damit diese in voller Freiheit ihre Berufung erfasse und erfülle.

Konkreter

Die erwähnten Punkte gelten weltweit. Aber unser grosser Planet ist vielfältig, und somit sind die Wege der Berufepastoral verschiedenartig. Konkret, was musst du tun, wenn du als Junge oder als Mädchen einen Weg mit der Jugend- und Berufepastoral der Redemptoristen ins Auge fassest oder deine Berufswahl abklären willst? Zuerst Kontakt aufnehmen mit den Redemptoristen, die am nächsten sind. Dazu kannst du das Verzeichnis der Einheiten (das heisst: Provinzen, Vizeprovinzen, Regionen und Missionen) benützen und dann dort nach dem Verantwortlichen für Jugend- und Berufepastoral der Redemptoristen fragen.

In diesem Rahmen wirst du wohl die Informationen finden, die auf deinem Kontinent zutreffen.

Asien Ozeanien

Auf diesem Kontinent, wo die Christen in Minderheit sind, entfaltet sich die Jugend- und Berufepastoral vor allem von den Pfarreien aus. Aber auch die Volksmissionen bieten Gelegenheit, den Jungen das Evangelium von der Berufung zu verkünden. Besonders in Indien, in Südostasien und in Korea gibt es neue Berufungen. In vielen Einheiten widmet sich ein Hauptverantwortlicher besonders der Berufepastoral, aber auch Gruppen helfen mit. Die meisten Unternehmungen geschehen in Form von Empfängen, Jugendlagern, missionarischen Veranstaltungen, Wochenendkursen usw.

Afrika

Die Präsenz des Christentums ist auf diesem Kontinent stark und lebendig. Einige Einheiten der Redemptoristen haben dort viele neue Berufe, andere weniger wegen den Kriegswirren und der extremen Armut. Die Berufepastoral ist vor allem im Bereich der Pfarreien wirksam. Auch die Volksmissionen spielen eine Rolle. Dazu kommen die Besuche in den Schulen, die Empfänge in unseren Bildungshäusern, die Jugendwallfahrten.

Nordamerika

Die Vereinigten Staaten und Kanada stehen unter dem Einfluss jenes modernen Empfindens, das namentlich in der Berufswahl wenig Raum für Gott lässt. Trotzdem ist die Berufepastoral in mehreren Einheiten vorrangig. Sie kristallisiert sich in Erfahrungen gemeinsamen Betens und in sozialem Einsatz (Freiwillige Arbeit, Zusammenkünfte von Jungen in Bildungshäusern usw.). Die Leiter treffen sich regelmässig, und alle drei Jahre kommen die Jungen zu einem Jugendtreffen zusammen sowie auf regionaler Ebene zu Begegnungen unter dem Namen Dialogue. Typisch ist in dieser Region das Bild vom jungen Erwachsenen, der eine besondere Aufmerksamkeit verdient im Unterschied zu der Zuwendung, die den Jüngeren gilt.

Lateinamerika

Die Redemptoristen arbeiten in allen Ländern dieses Kontinentes und erfüllen einen wichtigen Missionsauftrag. Es fehlt allerdings nicht an Herausforderungen. Religiöse Sekten machen sich breit. Die Jungen lassen sich nicht leicht für das ganze Leben verpflichten. Trotzdem ist die Berufepastoral eine wichtige Aufgabe in allen Einheiten, und in den Bildungshäusern fehlt es nicht an Nachwuchs. Auch die Pfarreien, die Missionen und die Wallfahrtsorte sind wichtig. Die Grösse des Kontinentes erlaubt keine internationalen Jugendtreffen, aber die Leiter kommen alle drei Jahre zusammen.

Europa

Die Säkularisation ist eine starke Herausforderung, besonders im Westen. In einigen Einheiten ist sie ausschlaggebend, weil dort die geeigneten Kräfte für Jugendpastoral fehlen. Andere (Vize)Provinzen, zum Glück in der Mehrzahl, verfügen über einen Mitbruder oder eine Gruppe, die sich der Jugend- und Berufepastoral widmet. Die besten Gelegenheiten für solche Pastoral bieten sich an Besinnungstagen und allerlei Treffen, wo man miteinander überlegt und das Glaubensleben vertieft. Wichtig bleiben stets die Volksmissionen und das gewöhnliche Wirken in den Pfarreien. Weil der Kontinent nicht zu gross ist, können sich die Leiter öfters treffen, und alle drei Jahre wird ein europäisches Jugendtreffen organisiert.

Der Dienst des Sekretariates

Auf Weltebene wird diese gesamte Arbeit der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral durch das entsprechende Generalsekretariat koordiniert. Dieses besteht aus Vertretern der verschiedenen Kontinente und hat als Aufgabe zu forschen und zu leiten. Für weitere Informationen kannst du dich an die Mitglieder dieses Sekretariates wenden:

-   Präsident: Serafino Fiore

sfiore@cssr.com

-   Region Asien: Willy Ngongo Pala

willy031069@yahoo.com

-   Region Afrika: Raymond Mupandasekwa

rmupa@hotmail.com

-   Region Nordamerika: Santo Arrigo

sarrigo@redemptorists.ca

-   Region Lateinamerika: Ariel Cesar Cattaneo

parielcattaneo@yahoo.com.ar

-   Region Europa Nord: Jens Bartsch

jens.bartsch@redemptoristen.de

-   Region Europa Süd: Alfonso Amarante

amarantejr@redentoristi.it

Weltweite Herausforderung

Wie gesagt haben die Jungen auf der ganzen Welt gemeinsame Bestrebungen trotz ihrer kulturellen, geographischen und historischen Unterschiede. Sie stellen auch eine gemeinsame Herausforderung dar, die da heisst: Pflege des Berufes. Ein gläubiger junger Mensch. wo er auch sein mag, ist berufen seinen Glauben zu leben in Erfüllung einer Lebensaufgabe, eines Dienstes für die Brüder und Schwestern.

Das ist auch für uns Redemptoristen eine Herausforderung. In diesen Jahren bemühen wir uns, besser wahrzunehmen, wo der Herr uns haben will, welche Entscheidungen zu treffen und welche traditionellen Standpunkte aufzugeben sind.

Zur Zeit können wir sagen, dass wir stärker auf jenen Kontinenten vertreten sind, wo die Armen und Bedürftigen zahlreicher sind. Aber wir Redemptoristen wurden gegründet zur Betreuung jener, die am meisten verlassen sind. Sind wir im Stand, noch stärker in diese Richtung vorwärts zu gehen?

Und du, moderner Junge oder strebsames Mädchen, spürst du nicht, dass diese Herausforderung auch an dich geht? Kannst du dich dafür begeistern, dein Leben zu geben für die reiche Erlösung, die Jesus Christus anbietet? Wenn du das in Erwägung ziehst, nimm Kontakt mit uns auf.