Generalarchiv


Generalarchiv für
die Geschichte
der
Kongregation vom Heiligten Erlöser

 

Dieses Archiv hat zum Zweck, die historisch wertvollen Dokumente aufzubewahren, angefangen mit den Schriften des Heiligen Alfons von Liguori, samt den offiziellen Dokumenten der Generalleitung, der Provinzen, Vizeprovinzen und Regionen und vieler Mitglieder. Es bewahrt auch jegliche Dokumentation, die einen Bezug zur Kongregation oder einem ihrer Mitglieder hat.

Den Grundstein zum Generalarchiv legte der Ordensgründer, der verlangte, dass wichtige Dokumente in den Archiven der Kommunitäten aufbewahrt werden.

Das eigentliche Generalarchiv wurde im 19. Jahrhundert in Pagani gegründet. Der erste Archivar war Giovanni Giuseppe Sabelli, der dort die Dokumente aus der Zeit zwischen 1747 und 1848 sammelte und ordnete.

Im Jahr 1856 wurde das Generalarchiv nach Rom verlegt und dem Pater Eduard Schwindenhammer anvertraut. Nach der Wiedervereinigung der Kongregation kam 1869 der grösste Teil aus dem Bestand von Pagani
nach Rom.

Nachfolger von P. Schwindenhammer wurden P. Michael Ulrich 1862, P. Friedrich Kuntz 1879, P. Eduard Bührel 1903, P. Jean Baptiste Raus 1924, P. Louis Arnold 1943, P. Phillip Hoffmann 1946, P. Maurice Meulemeester 1949, P. Andreas Sampers 1951, P. Hernán Arboleda Valencia 1986 und Raúl Campos 2004.

Im Jahr 1986 waren 590 Ordner aus den Jahren 1725 bis 1954 aufgearbeitet und in sieben Abteilungen geordnet. Die Dokumentation über den Hl. Alfons unter dem Zeichen SAM (Sancti Alfonsi Manuscripta) gehört zu dem Teil des Archivs, der fertig geordnet ist.

Im Jahr 1989 begann die elektronische oder digitale Erfassung des Bestandes, und zwar nach dem Computerprogramm LIDOS. Die Archivare arbeiten jetzt mit ARBOR, einer Datenbank, die von P. John Vargas speziell für das Generalarchiv entwickelt wurde. P. Stephen Rehrauer hat bei der Übertragung der Daten auf dieses neue Programm mitgeholfen. Elektronisch erfasst sind bereits 100,000 Dokumente, 11,200 Bücher, 2,428 Zeitschriften, 6,283 Dokumente der Generalkapitel, 2,543 Artikel, 16,200 Fotos, Diapositive oder sonstige Bilder und 1,273 Architekturbefunde. Dazu kommen über 24,012 Titel, die schon von P. Andreas Sampers registriert worden waren.

Aber es bleibt noch viel zu tun, denn der grössere Teil des Bestandes liegt noch brach. Jedes Dokument erhält eine Nummer, wird mit dem Stempel des Archivs versehen, mit Papier bedeckt und schliesslich in eine Schutzhülle gebracht. Alle Angaben für seinen Standort und seine Benützung werden in der Dantenbank registriert.

Es ist üblich, dass die Einheiten der Kongregation dem Pater General je drei Exemplare von ihren Veröffentlichungen schicken, und zwar Bücher, Broschüren, Zeitschriften, Albums, Nachrichtenbulletins usw. Darin wird nämlich unser Leben und Wirken historisch belegt.

Das Historische Generalarchiv ist offen für Forscher, ausgenommen im Juli und August, sowie in den Weihnachtstagen, an Festtagen und an Samstagen.


Die Archivare



P. Edward Nocuń (archivio.gen@cssr.com)

P. Nocuń wurde am 11. Oktober 1950 in Radlice (Polen) geboren. Er legte am 15. August 1969 die ewige Profess ab und wurde am 17. Juni 1976 zum Priester geweiht.

P. Nocuń arbeitete von Februar 1977 bis Juni 1979 als Formator im Noviziat und von 1985-1987 als Studentenpräfekt im Studentat. Anschließend war er von 1987-1990 der Verantwortliche für die Priesteramtskandidaten. Im Jahre 1991 erwarb er an der Katholischen Universität von Lublin (Polen) das Doktorat in Kirchengeschichte. Von August 1992 bis Februar 1996 war er Novizenmeister und von Februar 1996 bis Februar 2002 Provinzial der Warschauer Provinz. Vom 1. Januar 2004 bis Ende Mai 2007 war er Wallfahrtsseelsorger an der Wallfahrtskirche am Mariahilfberg in Neumarkt in der Oberpfalz (Deutschland). Am 1. Juli 2007 wurde er zum Generalarchivar in Rom berufen.

P. Jean Marcel Beco (jbeco@cssr.com)

P. Beco, Vizearchivar, ist belgischer Redemptorist, wurde geboren am 10. Oktober 1938 in Charleroi, Diözese Tournai. Seine Profess war am 15. September 1958 und seine Priesterweihe am 19. März 1964.

Er war im Lehramt und in anderen Bereichen unserer Gemeinschaften tätig, von 1983 bis 1993 als Missionsprokurator für Kongo (Zaire), Haiti und Brasilien.

Von 1988 an war er Chronist und Archivar der belgischen Provinz. Seit 1993 arbeitet er im Generalarchiv, wo er die Dokumentation über die Belgische Provinz elektronisch erfasst und die Herausgabe von Dokumenten vorbereitet. Er hat namentlich den Briefwechsel von P. Friedrich von Held, Belgiens amtlichem Visitator, druckfertig gemacht.

P. Ivo Fernandes (ifernandes@cssr.com)

P. Ivo Fernandes, ein Redemptoristen-Missionar aus der Provinz Bangalore (Indien) wurde am 30. November 1930 in Bukoba, Tansania (Britisch-Ostafrika) geboren, wo sein Vater 24 Jahre arbeitete. 1937 kehrte die Familie nach Indien zurück und schlug in Poona ihren Wohnsitz auf. Er legte 1949 die zeitlichen Gelübde ab, die ewigen im Jahre 1952 und wurde 1955 zum Priester geweiht.

1956/57 erwarb P. Fernandes das Lizentiat in Theologie am Angelicum in Rom. Von 1957-1959 studierte er Moraltheologie an der Alfonsianischen Akademie. 1960 schloss er sein Studium am Angelicum mit dem Doktorat in Theologie ab. Er kehrte nach Indien zurück, unterrichtete zuerst Latein und dann Dogmatik im Studentat der Redemptoristen in Bangalore. Gleichzeitig lehrte er Moraltheologie an einem Institut für die Weiterbildung von Ordensfrauen nach dem Noviziat und war Seelsorger am St. John’s Medical College in Bangalore, wo er Religion und Ethik unterrichtete.

P. Fernandes war Hausoberer in mehreren Kommunitäten. 1971 wurde er hauptamtlich Missionar. 23 Jahre lang bestand sein Hauptapostolat in der Durchführung von Lebensberatungsseminaren in Schulen und Colleges, in der Hauptsache für nicht-christliche Schüler und ihre Eltern. Ferner arbeitete er auch 27 Jahre bei „Begegnung in der Ehe“ („Marriage Encounter“) als Mitglied in einem Team von Priestern mit.

Im September 2008 wurde P. Fernandes zwecks Teilzeit-Mitarbeit im Generalarchiv nach Rom berufen. Seine Aufgabe bestand darin, Dokumente zu katalogisieren und in das Datenbankprogramm zu übertragen. Am 5. Februar 2009 schließlich wurde er für drei Jahre zur Vollzeit-Mitarbeit im Generalarchiv berufen.

P. Emilio Szopinski (eszopinski@cssr.com)

P. Emilio Szopinskiwurde in Polen am 24. April 1937 geboren und in Argentinien, wo er als Missionar tätig war, eingebürgert. Seine Profess war am 31. August 1953 und die Priesterweihe am 27. August 1961.

Er predigte Missionen in Polen, Argentinien, Paraguay und Bolivien und arbeitete auf Stationen der Vizeprovinz Resistencia, Argentinien.

Seit 2000 registriert er die Dokumente über jene Provinzen, die von der Gallo-Helvetischen Provinz abstammen.