Tagung
der RJBP Asien-Ozeanien
„Redemptoristische
Jugendmissionare inmitten der armen Jugend“
Yogyakarta 24.-27. Juli 2006
Beinahe hätte die Tagung abgesagt werden müssen,
weil die Stadt Yogyakarta (Indonesien) im
Mai von einem Erdbeben erschüttert wurde.
Wir haben uns um das Studentatsgebäude („Wisma
Sang Penebus“),
in dem die Tagung stattfinden sollte, große
Sorgen gemacht. Gott sei Dank blieb es unbeschädigt,
und nachdem der Rektor P. Sebastian grünes
Licht gegeben hatte, konnte die Tagung plangemäß
abgehalten werden.
Die 13 Teilnehmer kamen aus fünf Einheiten: Singapur/Ipoh-Dalat, Bangkok,
Manila, Cebu und dem Gastgeberland Indonesien.
Leider konnten einige andere wegen Visa-Schwierigkeiten
und anderen internen Verpflichtungen nicht
kommen. Obwohl letztlich nur fünf von sechzehn
Einheiten gekommen waren, wurde gute Arbeit
geleistet. Unser Thema waren die Schwierigkeiten
und Freuden der Jugendarbeit in der Region
Asien-Ozeanien.
Der alfonsianische Bezug
P. Emy Maningo aus der Kommunität von Dalat wurde zum Moderator ernannt. Das Thema der
Tagung lautete: „Redemptoristische Jugendmissionare
inmitten armer Jugendlicher“. P. Emy
forderte die Teilnehmer auf, die Jugendpastoral
in ihrer jeweiligen (Vize)Provinz auf geeignete
Weise vorzustellen (PowerPoint Präsentation,
Rollenspiel usw.). In seinem Beitrag erinnerte
er die Teilnehmer an den alfonsianischen Bezug:
den Armen und Verlassensten die Frohe Botschaft
bringen.
Wir haben festgestellt, dass es viele Möglichkeiten
gibt, in unserer Jugendpastoral das alfonsianische
Charisma umzusetzen. Wir wollen hier jedoch
nur zwei nennen: a. Die materiell Armen
und Verlassenen und b.
den Begriff Missionar in der Bedeutung des
Gehens vom Zentrum zur Peripherie. Wir folgen
den Jugendlichen in ihre Lebensbereiche, um
während einer Jugendmission oder einer ersten
Kontaktnahme bei ihnen zu sein und mit ihnen
zu leben.
Mit diesen Vorgaben wurde jede Einheit aufgefordert,
ihre eigene Jugendarbeit zu evaluieren. Im
Geiste von Unser Leben geben für die Erlösung in Fülle und im Sinne der Neustrukturierung des Lebens der Kongregation
legte jede Einheit ihren Bericht vor: entweder
Einführung oder Neubelebung oder Festigung
von Inhalt und Form der Jugendseelsorge auf
der Ebene der (Vize)Provinz oder der Region.
Wir stellten auch fest, dass Kommunikation und Vernetzung
große Hürden waren, die es zu überwinden galt.
Daher beschlossen wir, die Region in drei
Subregionen zu unterteilen. Dann baten wir
drei Mitbrüder, als Kontaktpersonen in diesen
drei Subregionen zu fungieren. Sie werden
Mitglieder des Regionalsekretariats der RJBP
sein. Es sind dies P. Bert Cepe (Cebu – Südostasien
/ Australien), P. Cook (Bangkok – Indochina
/ Ostasien) und P. Sahaya (Bangalore – Südwestasien). Sie
werden mit dem Koordinator der Region zusammenarbeiten.
Ferner bestellten wir Miss Isabelle (Singapur)
als Sekretärin. Die Tagungsteilnehmer sprachen
die Empfehlung aus, dass das Regionalsekretariat
sobald wie möglich eine Sitzung einberuft,
um seine Arbeit abzuklären.
Die Tagungsteilnehmer ergriffen auch die Gelegenheit,
die vom Erbeben schwer betroffenen Gebiete
aufzusuchen. Daneben fanden sie auch Zeit,
einen Ramayana Tanz
(ursprünglich
indisches Epos) anzuschauen und den Borobudur
Tempel (gilt als Weltwunder!) zu
besuchen.
Den Abschluss der Tagung bildete eine hl. Messe mit anschließendem
gemütlichen Beisammensein.
Bei diesen Programmpunkten waren auch die
Studenten von Wisma
Sang Penebus und
einige Freunde der Redemptoristen anwesend.
Willy Ngongo Pala, C.Ss.R.
Koordinator
der RJBP
Region Asien-Ozeanien