Generalsekretariat für die
Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral


 

RICHTLINIEN FÜR DIE REDEMPTORISTISCHE JUGEND- UND BERUFEPASTORAL

 


Generalsekretariaten für die
Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral
Rom, Februar 2000

CONGREGATIO SANCTISSIMI REDEMPTORIS Superior Generalis

Rom, den 15. Februar 2000

Prot. N° 0000 0344/99

Liebe Mitbrüder,

Das XXII. Generalkapitel (1997) hat die Jugend- und Berufepastoral wiederum als vorrangig für die Kongregation bezeichnet (Schlussdokument Nr. 10). In der Linie der vorausgehenden Generalkapitel hat es hervorgehoben, dass die Jugendarbeit der rechte Ort ist, wo junge Menschen für ihr Leben einen Sinn und ihre persönliche Berufung entdecken können. (Orientierungen Nr. 7 ). Und weil es bei der Berufeförderung um die Zukunft der Kongregation geht (Orientierungen Nr. 4), hat das Kapitel alle zu einem neuen Anlauf in dieser Richtung aufgerufen.

Die Richtlinien für Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral sind eine Hilfe, die der Kongregation angeboten wird, damit der Aufruf des Kapitels Erfolg habe. Dieser Text wurde vom jetzigen Generalsekretariat für Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral verfasst. Doch können wir darin die Erfahrung und das Bestreben der letzten zwanzig Jahre erkennen. Zur Abfassung haben in den letzten Monaten auch die Regionen der Kongregation beigetragen, die auf verschiedenen Ebenen von unserem Sekretariat befragt wurden. Wir können somit sagen, dass das Dokument unsere Wirklichkeit beschreibt und eine weitangelegte Umfrage berücksichtigt, aber auch zu neuen Projekten anregen will.

Die Richtlinien sind ein Hilfe, sagten wir. Oder, wenn man lieber will, ein Arbeitsinstrument. Wenn kein Dokument alles und definitiv zu einem Thema sagen kann, so gilt das erst recht in der heutigen Zeit und besonders wenn man von der Jugend und den Berufen redet. Wir stellen alle fest, wie schwierig es ist, Programme aufzustellen und auf diesem Gebiet zu arbeiten, da wir uns ja vor einer Wirklichkeit befinden, die sich ständig verändert. Die Jugendlichen selbst geben zu, dass sie Mühe haben, sich auf irgend eine Weise für einen endgültigen Einsatz festzulegen, da wir ja mit einer Kultur leben, die sich vom „Provisorischen“ und vom „Relativen“ inspiriert.

Obwohl wir uns dieser Schwierigkeiten bewusst sind, wollen die Richtlinien einen Weg vorschlagen, den selbstverständlich jede (Vize)Provinz ihrer eigenen Situation und ihren Möglichkeiten anzupassen hat. Aber ohne weiteres können und sollen sie studiert werden: um nötige Beziehungspunkte wahrzunehmen (wie die kirchentheologischen und die spezifisch redemptoristischen), um gewisse Gegensätze zu überwinden (wie zwischen Jugendseelsorge und Berufepastoral) und schließlich um einen konkreten Einsatz, mag er auch stufenweise geschehen, zu gewährleisten.

Die Generalleitung hat unseren Text eingesehen und wünscht, dass er für jede Einheit, namentlich für die in den Richtlinien besonders angesprochenen Personen und Gremien (vgl. Nr. 5-9), zu einem Anlass werde sich damit auseinanderzusetzen und vor allem zu einer Anregung, sich mit neuem Eifer für die Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral einzusetzen.

Die Mutter von der Immerwährenden Hilfe und der Heilige Alfonsus mögen für uns beten, dass unser missionarischer Eifer nicht a priori die Begegnung mit den Jugendlichen ausschließt, und dass wir in der Begegnung mit ihnen es wagen, ihnen Jesus Christus als unseren Erlöser und Erfüllung eines Lebensweges darzustellen.

In Christus, unserem Erlöser,

Josef W. Tobin C.Ss.R.
Generaloberer

RICHTLINIEN FÜR DIE
REDEMPTORISTISCHE

JUGEND- UND BERUFEPASTORAL

EINLEITUNG

DER ZWECK DIESES TEXTES

1.           In den letzten Jahrzehnten hat man sich in der Kongregation immer mehr um die Jungen und die Berufe bemüht. Dieses Interesse wurde namentlich durch die Generalkapitel von 1985, 1991 und 1997 geweckt. Die von den Generalsekretariaten für Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral erarbeiteten Vorlagen, die wir benützten sind: “Grundbegriffe der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral” (vgl. Wiener Dokument) von 1989 und die “Allgemeinen Richtlinien für Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral” von 1996. Unser Text will die gemachten Erfahrungen auswerten und auf die Bedürfnisse der Kongregation im Bereich der Jugendseelsorge eingehen. Diese Bedürfnisse lassen sich unter die drei folgenden Gesichtspunkte einordnen.

2.     Bedürfnis nach einem neuen Aufbruch. In den verschiedenen Regionen der Kongregation kam nach dem Konzil grössere Aufmerksamkeit gegenüber der Jugend auf. Um das Gespräch mit den Jungen aufzunehmen, um ihnen unsere Gemeinschaften und unsere Lebensweise zugänglich zu machen, haben wir verschiedene Projekte erwogen und durchgesetzt. Wenn wir nun zurückblicken, stellen wir fest, dass wir tatsächlich etwas geleistet haben, aber auch dass einige (V)Provinzen die Arbeit nicht weitergeführt haben oder nur zögernd an die Sache herangegangen sind. Mit diesen Richtlinien wollen wir Hinweise geben und die (V) Provinzen zum mutigen Einsatz in der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral anspornen.

3.     Bedürfnis nach einem gemeinsamen Beziehungspunkt. Zur Zeit herrscht in der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral eine solche Vielfalt an Gegebenheiten und Methoden, dass man sich fragen könnte, ob wir zur selben Kongregation gehören. Eigentlich kann es gar nicht anders sein, wenn man bedenkt, dass wir auf 5 Kontinenten in 73 Ländern unter sehr verschiedenen Umständen arbeiten. Innerhalb derselben Region gibt es (V)Provinzen, die intensiv die Jugend in der christlichen Lehre unterrichten, während eine andere sich auf gelegentliche Treffen mit jungen Menschen beschränkt. An den einen Orten fallen Jugendseelsorge und Berufepastoral zusammen, anderswo sind sie getrennt. Noch viele andere Varianten könnte man erwähnen. Trotz dieser Vielfalt weisen wir mit diesen Richtlinien auf gemeinsame Anhaltspunkte, die für unsere Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral bezeichnend sein dürften.

4.     Bedürfnis, auf die besonderen Nöte unserer Zeit einzugehen. Auf der Schwelle des kommenden Jahrtausends steht uns viel Neues bevor. In den einen Regionen herrschen die Hoffnungen vor, in anderen die Befürchtungen. Welchen Platz wird die Kirche in dieser anbrechenden Zeit einnehmen? Und welchen Auftrag hat die Kongregation? Wird sie im Stande sein, die Laien und namentlich die jungen anzusprechen, damit sie uns helfen, den Verlassenen die Frohe Botschaft zu bringen? Zu was soll sich die Kongregation entschließen? Wir wollen nicht alle Fragen beantworten, aber zur Besinnung über die Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral anregen. Diese Aufgabe ist in jeder (V)Provinz wahrzunehmen. So wollen denn diese Richtlinien zur Besinnung und dem sich daraus ergebenden Engagement für die Jugend führen. Und die zuständigen Vorgesetzten sind aufgerufen, die geeigneten Beschlüsse zu fassen.

AN WEN WIR UNS WENDEN

5.     Wir möchten sofort klar stellen, dass es hier nicht um das Anliegen einiger Jugendseelsorger geht, sondern um das Zeugnis, die Bereitschaft und das Engagement aller Mitbrüder. Gewiss sind durch dieses Dokument einige Gremien und Personen besonders angesprochen, weil sie Massnahmen ausführen müssen, die alle betreffen; doch sind diese nicht die einzigen Verantwortlichen, denn laut unseren Konstitutionen ist jeder Mitbruder dazu berufen, sich um das Apostolat der Berufsförderung zu bemühen. [1]

6.     Die (V)Provinzkapitel und –versammlungen: Zuerst haben diese Gremien sich klar für die Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral zu entscheiden. Sodann sollen sie diese allgemeinen Richtlinien für Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral auf die jeweilige (V)Provinz anpassen. Wenn man wenigstens eine Sitzung diesem Anliegen widmet, wäre das schon ein Zeichen, dass man den Willen hat, sich an die Erarbeitung konkreter Strategien und deren spätere Überprüfung zu machen. Voraussetzung ist allerdings, dass eine solche Sitzung durch den Einsatz der Mitbrüder und der Gemeinschaften vorbereitet und nachher ausgewertet wird.

7.     Die (V)Provinzräte und die Oberen: Die Leiter der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral ernennen; ihnen erlauben konsequent zu arbeiten; ihnen die Mittel und Bedingungen bieten, die ein erfolgreiches Wirken ermöglichen; die Mitbrüder zur Mithilfe anspornen; die (V)Provinz zur ständigen Erneuerung animieren: das sind vorrangige Aufgaben der (V)Provinzräte und (V)Provinzoberen.

8.     Die Hauptverantwortlichen in den (V)Provinzen: Unser Schreiben richtet sich an die Leiter der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral. Abgesehen von den Einrichtungen, mit denen jede (V)Provinz die Jugendseelsorge und die Berufepastoral ausführt, ist es unseres Erachtens sehr wichtig, in Erinnerung zu rufen, was in der Kongregation seit dem XXI. Generalkapitel zur Gewissheit geworden ist, nämlich, dass die Berufepastoral wirksamer und stärker ist, wenn sie auf eine gut organisierte Jugendseelsorge abgestützt ist. [2] Folglich [3] wollen wir die Beziehung zwischen Jugendseelsorge und Berufepastoral genauer bestimmen.

9.     Die Leiter am Ort: Manche Gemeinschaften der Kongregation haben einen Mitbruder oder einen Laienhelfer mit der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral betraut. Diesen will unser Dokument grundsätzliche Anhaltspunkte und Leitgedanken zu ihrer Arbeit geben. Doch da wir uns an die ganze Kongregation wenden, können wir nicht auf Einzelheiten eingehen oder ein bestimmtes Vorgehen beschreiben. Wir hoffen aber, dass mit dem Beistand des Heiligen Geistes jeder schöpferisch die konkreten Anwendungen unserer Richtlinien findet.

ERSTER TEIL

UNSERE ANHALTSPUNKTE

PASTORALTHEOLOGISCHE GRUNDSÄTZE

10.   In jeder pastoralen Tätigkeit ist es wichtig, uns die wirklichen Gründe unseres Handelns vor Augen zu halten. Eine Vision und eine tiefe Motivation sind wesentlich. Wenn das fehlt, arbeiten wir mit einer gewissen Routine und ohne Begeisterung. Hier können wir nicht auf den ganzen Reichtum der pastoraltheologischen Begründungen eingehen. Wir wollen aber auf einige Texte hinweisen, die jedem unserer Jugendseelsorger vertraut sein dürften. Dazu finden sie die Angaben im bibliographischen Anhang dieses Dokumentes. Wir bringen nun einige dieser Grundsätze.

11.   Gott hat den Menschen aus Liebe erschaffen, und daraus folgt eine segensreiche Sendung. Schöpfung und Sendung gehören zusammen. Die menschliche Person wurde erschaffen einerseits, um die Herrlichkeit Gottes zu ehren und zu spiegeln, anderseits um ihr ganzes Menschsein zu entfalten. Somit setzt Gott jeden Menschen mitten in eine Gemeinschaft, damit er diese Fülle erreichen kann.

12.   Die Berufung kommt also nicht von außen an den Menschen heran, sondern ist im Geheimnis seines Ursprungs gegeben. Ins Leben treten heisst bereits dem Ruf des Vaters antworten, der uns einlädt, mit Ihm verbunden zu leben. Wenn “Gott Liebe ist” (1 Joh. 4,8) und wenn in Ihm alles durch die Liebe bestimmt wird, so besteht unser Glück und unsere christliche Berufung darin, diese Liebe zu Ihm und zu den Brüdern und Schwestern voll zu erleben: “lieben, wie er uns geliebt hat” (vrgl. Joh. 13,34; 1 Joh. 4,11). Um diese Berufung zu erfüllen, hat Gott uns die menschliche Natur mit ihren Stärken und Schwächen, Erfolgen und Misserfolgen und dem bescheidenen Alltag geschenkt: durch all diese Erlebnisse ruft, verändert und bekehrt uns Gott. Dasein und Berufung einer Person sind also durch drei Dinge bestimmt: den Ruf Gottes zum Leben; die Geburt und das Leben in der Gemeinschaft, wo die Person sich aufbaut und verwirklicht, indem sie ihre Talente in den Dienst der anderen stellt; und schließlich die Entwicklung der Person an sich, worin die Berufung durch Gott sich vollzieht.

13.   In Jesus Christus offenbart sich dieses Geheimnis des Lebens deutlicher. Zuerst ist er das Vorbild des Jüngers. Gott hat ihm eine Sendung anvertraut, und die Antwort war ein Leben, das voll und ganz mit dem Willen des Vaters übereinstimmte. Das geschah in einer missionarischen und prophetischen Gemeinschaft, die versuchte den Willen des Vaters zu tun. Somit spiegelt sich auf jeder Seite des Evangeliums etwas vom Ideal der Kinder Gottes, die wir sind, und lädt uns ein, mit Jesus Christus eins zu werden und ihm zu folgen. In Jesus Christus entdecken wir das Maß der Liebe: “das Leben geben” (Joh. 15,13); im Licht der Fußwaschung sehen wir auch deren Ansatz im Alltag, den unauffälligen, selbstlosen Dienst. Um das zu verstehen, muss man auf den Spuren Jesu gehen, ihm “folgen”, bei ihm “sein” (Markus 3,14) und von ihm lernen (Mt. 11,29). Das christliche Leben ist der Weg eines Jüngers.

14.   Der Heilige Geist hilft, die Entmutigung überwinden, die jeden Jünger erfassen kann, wenn er die Forderungen des christlichen Ideals und die eigenen Schwächen feststellt. “Der Heilige Geist wird euch alles lehren und in Erinnerung rufen, was ich gesagt habe (Joh. 14,26). Er lenkt und erleuchtet unseren Verstand, damit wir im Glauben gestärkt immer besser auf den Willen des Vaters eingehen. Er leitet uns zu selbstloser Liebe an und hilft, dass wir unserer persönlichen Berufung entsprechen. All das um zu sagen, dass der Heilige Geist in unserem Leben den Vorrang hat. Das bedeutet für die Leiter, dass sie den jungen Menschen einen geistigen Weg zeigen sollen, der ernst zu nehmen ist und etwas fordert. Jedoch die Teilstücke dieses Weges muss man mit Rücksicht auf die Situationen, in denen die jungen Menschen leben, an die Wirklichkeit anpassen.

15.   Die Kirche ist, wie das Wort Ekklesia es sagt, eine Versammlung von Gerufenen. Sie ist auch der Ort, wo Christliches entsteht und wächst. Der junge Mensch entfaltet sein geistliches Leben in der Kirche, indem er sich engagiert und Verantwortung übernimmt. Somit müssen die Leiter der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral sich in lebendige Zusammenarbeit mit Personen einlassen, die ihre christliche Berufung unter anderen Bedingungen wahrnehmen und ebenso mit den Diözesanen Jugendseelsorgern (Diözesanen Zentren für Jugend- und Berufepastoral).

16.   Aber die Kirche lebt nicht für sich selber sondern mit ihrem Auftrag, damit die Welt “glaube und das Leben habe” (Joh. 20,31). Das Böse in der Welt, die Ungerechtigkeiten zwischen den Reichen und den Armen, alle die Leiden, das Verlangen nach Wahrheit des Evangeliums sind Anrufe, die die Kirche nicht überhören darf und denen die junge Generation nicht gleichgültig gegenübersteht.

17.   Oft wird die Jugend in unserer materialistischen Welt durch gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und sogar religiöse Interessen ausgenützt, namentlich durch die Werbung, die auf die Jugend setzt. Doch bleibt diese «ein Juwel menschlicher Existenz». [4] Die Jugendlichen haben einen angeborenen Sinn für die Wahrheit. [5] Sie streben nach etwas Idealem für ihr Leben. Auch wenn ein ganzes Leben nötig ist, um diese Sehnsucht zu erfüllen, gibt es doch eine besondere Bereitschaft, die der Jugend eigen ist und die der Seelsorger kennen muss, wenn er mit ihr auf das Evangelium eingehen will; wir denken an die Macht der Liebe, das Verlangen nach Sinn und die Gruppendynamik, wenn es darum geht, ein Projekt zu verwirklichen. Wenn die Begeisterungsfähigkeit der jungen Menschen geschätzt und richtig gelenkt wird, erfüllt sich ihr Drang nach Leben, und sie finden ihren Platz in der Kirche. Mit anderen Worten, man muss ihnen helfen entdecken, zu was der Herr sie beruft.

WAS WIR UNTER REDEMPTORISTISCHER JUGEND- UND BERUFEPASTORAL VERSTEHEN

18.   Der Blick des Redemptoristen ist auf die Gegenwart und die Zukunft gerichtet. Die Zukunft ergibt sich aus der Gegenwart, die wir gestalten. Neue Ideen und Auffassungen kommen auf. Der Jugendseelsorger hat die neuen Strömungen und Möglichkeiten zu erkennen, um die Jungen in eine bessere Zukunft zu begleiten; er muss auch die Gefahren einsehen. Mit den jungen Menschen soll er am Aufbau einer Gesellschaft arbeiten, die auf christlichen Werten beruht und wo das Bild Gottes die Lebensqualität prägt.

19.   Wir haben schon erwähnt, dass man sich fragen kann, ob die Jugendseelsorge von der Berufepastoral zu unterscheiden sei. Sind sie zu trennen oder gehören sie zusammen? Heute wird angenommen, dass jegliche Seelsorge immer auch Berufepastoral ist. Denn jede Seelsorge hat immer als letztes Ziel, jene Berufung, die in der Taufe begründet ist, in einem besonderen Beruf zu entfalten.

Die Jugendseelsorge liegt auf dieser Linie. Die Entwicklung der Persönlichkeit hat ihre besonderen Zeiten. Die Jugend ist sicher ein vorzüglicher Lebensabschnitt für Entscheidungen, die für den Rest des Lebens gelten. Wenn aber Gott jeden Menschen beruft, so ist es logisch, dass in der Jugend die Antwort auf den Ruf Gottes zustande kommt.

So will denn unsere Seelsorge ein Licht sein für Menschen, die nach ihrer persönlichen Antwort auf den Ruf Gottes suchen. Alle jungen Menschen, die Christus persönlich begegnen, stellen sich die Frage: “Was kann ich von Gott und der Kirche erwarten?” Und beim Abklären kann man fragen: “Was erwartet Gott von mir? Was verlangt die Kirche von mir?” Eine kostbare Hilfe für die jungen Menschen, um die richtigen Antworten zu finden, besteht in der persönlichen Begleitung durch den Seelsorger.

Gewöhnlich entdeckt jemand seine Berufung und Aufgabe in der Welt, indem er seine Begabung entdeckt. Doch Gott, der uns zu etwas fähig macht, lässt uns die Freiheit, selber zu entscheiden.

20.   Anders steht es mit den entsprechenden Einrichtungen. In einigen Gegenden, wo die Kongregation sehr stark vertreten ist, finden wir getrennte Einrichtungen für die Jugendseelsorge und für die Berufsförderung. Diese getrennten Systeme betrachten die Entwicklung des jungen Menschen nicht immer als einen einheitlichen Vorgang. Man siedelt den einen Vorgang auf zwei verschiedenen Feldern der Seelsorge an, wie wenn man von Berufung reden könnte ohne Einführung in das Evangelium.

In andern Teilen der Kongregation gibt es nur eine Einrichtung. Vom Evangelium ausgehend begleitet man die jungen Menschen zum Finden ihres Berufes und Lebensstandes. So erhalten alle, die Redemptoristen werden wollen, zuerst eine gute christliche Grundausbildung.

Wir sind der Meinung, dass die Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral auf diese Weise konsequenter ist. Dort wo zwei Einrichtungen bestehen, empfehlen wir die Zusammenarbeit. Ein einheitliches Vorgehen erfasst alles: die Verkündigung führt zur Berufswahl und die Berufswahl setzt die Verkündigung voraus. Wenn also ein junger Mensch sich bei uns vorstellt, muss man herausfinden, wo er steht auf seinem Weg, damit man ihn weiter begleiten kann. So gibt es nur einen Weg mit verschiedenen Teilstrecken.

21.   Wir wissen, dass diese Grundsatzfrage entschieden werden muss mit Rücksicht auf die verschiedenen seelsorglichen und kulturellen Verhältnisse der Länder, wo die Kongregation ihren Auftrag wahrnimmt. Es gibt Länder, wo das Wort “Beruf” die jungen Menschen erschreckt; in anderen Gegenden wird das Priestertum oder das Ordensleben als eine vornehme Wahl betrachtet. In manchen Gegenden werden die jungen Menschen lange begleitet, bevor sich die Berufsfrage stellt. An anderen Orten ist die Kirche lebendig und dynamisch und weckt Berufe. Es gibt Gebiete, wo ein solides kirchliches Leben das Schreiten auf dem Weg zur Berufswahl fördert. Bei all diesen Varianten besteht für die Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral derselbe Grundsatz: diese Pastoral stützt sich auf die Berufung, die der Christ auf Grund seiner Taufe hat, und will den jungen Christen helfen, diese Berufung zur vollen Entfaltung zu bringen. [6] Wir sollen aber trotzdem den jungen Menschen genaue Vorschläge zur Berufswahl machen. Offen und ehrlich, ohne zu manipulieren, soll man ihnen klar machen, dass das Evangelium im Leben zu verwirklichen ist. Sie dürfen wissen, welche Wege es gibt, um ihre Taufe konsequent zu leben.

22.   Mit dem Wort “jung” weisen wir auf die Zielgruppe unserer Seelsorge im Alter von 16 bis 30 Jahren. Wobei zu bemerken ist, dass in gewissen Provinzen der Kongregation nicht mehr von Jugendseelsorge sondern von “Seelsorge unter jungen Erwachsenen” im Alter von 18 bis 35 Jahren die Rede ist. Die jungen Leute und jungen Erwachsenen fordern die Kirche und die Gesellschaft heraus. Oft auch werden sie übersehen oder von der üblichen Seelsorge im Stich gelassen. Manchmal wenden sie sich selbst von der Kirche ab mit der Begründung, sie sei nicht mehr zeitgemäß. In beiden Fällen ist unsere Kongregation, die missionarisch sein will, aufgerufen sich ihnen zuzuwenden. [7] Somit ist die Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral eine Antwort auf eine heutige Notsituation. [8] Mit dem Begriff “jung” wollen wir aber keine Altersklasse aus unseren missionarischen Zielsetzungen ausklammern. Jeder Kandidat stellt einen Fall dar, der einzeln geprüft werden soll. Und einmal mehr betonen wir, dass wir alle verantwortlich sind für die Gewinnung neuer Berufe.

23.   Unter welchen Voraussetzungen ist unsere Seelsorge redemptoristische? – Ein erster Grundzug rührt von unserer Tradition her. Der hl. Alfonsus wünschte sich von Anfang an Menschen mit einfacher, verständlicher Sprache, die Verständnis haben für die Personen und ihre Situationen und imstande sind, mit Liebe an das Gewissen zu appellieren. Das alles kennzeichnet unsere Pastoral, die gemeinschaftliche Momente und persönliches Anhören, die Seelenführung und die Feier des Bussakramentes enthält.

24.   Unsere Tradition verlangt auch, dass wir dem großen “Mittel des Gebetes” Zeit widmen. Wir sind berufen, Lehrer des Gebetes zu sein, oder wenigstens Erfahrungen dieser Art mitzuteilen, Texte zu liefern, und bei unseren Treffen ausser dem gemeinschaftlichen Gebet auch Raum für persönliches Beten vorzusehen. Unser Gebet muss aber ins Leben greifen, das heisst den Schrei der Armen ins Gebet aufnehmen, und wir müssen uns danach entsprechend für Gerechtigkeit einsetzen.

25.   In unseren Bildungsprogrammen sollen im Sinn unserer redemptoristischen Spiritualität auch die Eucharistie und die Nähe Marias hervorgehoben werden. Eucharistie ist Gedächtnis und Prophetie. Als Gedächtnis lässt sie uns teilnehmen an den wunderbaren Taten des Herrn, der für uns sein Leben hingegeben und sein Blut vergossen hat. Sie ist aber auch auf die Gegenwart bezogen und lässt uns in diesem vergossenen Blut das Ausmaß der Liebe Gottes erahnen und zum Segen werden für die Kirche von heute. Die Prophetie hilft uns, auf die Forderungen der Gegenwart zu antworten. Theologisch so gesehen, ist die Gegenwart Jesu im Tabernakel von grundlegender Bedeutung in der alfonsianische Spiritualität. Diese Gegenwart ist nicht nur Gegenstand unserer Anbetung, sondern Quelle allen geistlichen Fortschrittes. Sie erlaubt uns, den zu finden, welcher der Mittelpunkt unseres Charismas und des christlichen Lebens ist, nämlich Christus, den Erlöser der Welt. Auch die alfonsianische Verehrung Marias trägt entscheidend dazu bei, dass der junge Christ mit Bereitschaft und Vertrauen vorangehen kann.

26.   Um die redemptoristische Tradition aufzuwerten, liegt es nahe, die Mittel anzuwenden, die der hl. Alfonsus so meisterhaft beherrschte: wir erinnern an seine bezaubernde Musik und seine geistlichen Lieder, an die Anziehungskraft seiner Katechesen, an seinen Wunsch, dass unsere Kommunitäten mit den Leuten beten, an den Schmuck der Altäre usw. Wir glauben, dass die Atmosphäre, die er in den abendlichen Zusammenkünften erzeugte, unsere Arbeit mit den jungen Leuten inspirieren könnte. Das war seine Art, den Wert der Gemeinschaft geltend zu machen, auf den wir ja auch setzen, um die heutige Jugend zu erziehen. Um das zu erreichen, vertrauen wir auf die verbindende Kraft des Evangeliums und auf geeignete Methoden, um das Wort Gottes miteinander zu teilen (Lectio divina).

27.   Unsere Seelsorge ist redemptoristische, weil sie missionarisch ist in dem Sinn, dass sie auf einen Notstand zugeht aber auch dadurch, dass sie die jungen Menschen sendungsbewusst im Dienst der Verlassenen werden lässt. Die heutige Welt braucht die “Erlösung in Fülle”. Diese ist die Offenbarung der Liebe des Vaters – durch die Kraft des Geistes – und erreicht ihren Höhepunkt im Paschamysterium Christi, worin uns das Geheimnis des Lebens erschlossen wird und wir mit den Armen identifiziert werden. Im Licht des Todes und der Auferstehung Jesu wird sie zur ständigen Quelle der Hoffnung und besiegt die zerstörerische Macht der Sünde. Sie ist Antrieb zur Gestaltung einer neuen Welt und zum Kampf für die Gerechtigkeit. Sie ist der erste Inhalt unserer Verkündigung, der die jungen Leute begeistern kann.

28.   Wenn wir unser Charisma schildern, müssen wir in unserer missionarischen Sicht den Priesterberuf und den Bruderberuf darstellen. Die beiden Lebensweisen stimmen überein im Sinn des gottgeweihten Lebens und der brüderlichen Gemeinschaft. Es ist wichtig, die Schönheit beider zu schildern und darin den jungen Menschen eine Möglichkeit zu zeigen, ihre eigene Berufung zu erfüllen. Ferner sollen wir auch an unsere erweiterte alfonsianische Familie denken, die mehr oder weniger direkt an unserem Charisma und unserer Sendung teilnimmt: eine Vielfalt von Engagements und Instituten angefangen mit dem Orden vom Heiligsten Erlöser bis zu den Säkularinstituten und den Gemeinschaften von Laien.

29.   Mit Interesse und Stolz sollen wir unsere Heiligen und Seligen vorstellen. Alle waren von missionarischem Geist beseelt, verliessen gewisse Sicherheiten, um auf die Ärmsten zuzugehen, dorthin, wo der Herr sie rief. In ihrem Licht sollen wir zeigen, dass wir uns nicht mit einem lauen Christentum abfinden dürfen, sondern danach streben, treue Zeugen und prophetische Hoffnungsträger zu werden für eine Welt, die zur Hoffnungslosigkeit neigt.

30.   Manchmal könnte es sein, dass wir selber den missionarischen Eifer der jungen Christen bremsen oder zu wenig unterstützen. Vielmehr sollen wir konkrete Möglichkeiten schaffen, damit die jungen Menschen ihre Begeisterung und ihren Tatendrang umsetzen und mit uns in freiwilliger Mitarbeit anwenden können bei einer Volksmission oder auf einer auswärtigen Missionsstation oder einfach in unserer gewohnten Seelsorgetätigkeit usw.

ZWEITER TEIL

DAS IDEAL VERWIRKLICHEN

31.   Nach dem theologischen Rundblick zur Situierung der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral und nach Beschreibung ihrer Merkmale, wollen wir nun den Leitern beim schwierigsten Schritt helfen, wenn es darum geht, der Begeisterung konkrete Anwendungen folgen zu lassen.

WEISHEIT UND GEDULD

32.   Es ist leicht das Ideal der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral zu beschreiben, doch wird es schwierig, wenn es um die Wirklichkeit geht. Viele Faktoren, die wir nicht aufzählen wollen, bewirken, dass es schwer ist, mit der Welt der jungen Leute ins Gespräch zu kommen. Hier liegt eine erste Hürde, die es zu nehmen gilt, wenn unsere Pastoral kulturgerecht sein will, das heisst die Sprache der heutigen Jugend verstehen, ihre Fragen aufnehmen und mit ihr gehen will. In manchen(V)Provinzen kommen noch weitere Probleme dazu, wie das hohe Alter der Mitbrüder, die geringe Zahl derjenigen, die sich auf dieses Gebiet wagen wollen, der Mangel an Einrichtungen, Unfähigkeit zur Zusammenarbeit, Resignation aus Mangel an Erneuerung des geistlichen Lebens und somit die Schwierigkeit, den jungen Christen diese Wahl vorzuschlagen usw.

33.   Die letzten Generalkapitel haben der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral grosse Bedeutung beigemessen [9] und ihr in gewissen Bereichen den Vorrang erteilt. Trotz allen Schwierigkeiten in gewissen (V)Provinzen, sind wir der Meinung, dass diejenigen, die sich engagieren, es mit großer Begeisterung tun sollen. Zuerst soll der Leiter die jungen Leute gern haben, mit ihnen das Evangelium leben wollen und die Not der Verlassensten teilen. Es kommt auch vor, dass diese Begeisterung besteht ohne vorausgehende spezifische Ausbildung; dann soll man bereit sein, von seinen Fehlern und Erfolgen zu lernen und sich durch Lesen von Fachschriften, Teilnahme an Kursen und Tagungen weiterzubilden.

VORSCHLAG FÜR EINE WEGBESCHREIBUNG

34.   Da wir von der Theorie zur Praxis gelangen wollen, schlagen wir einen möglichen Weg vor, der in den (V)Provinzen den Umständen entsprechend anzupassen ist.

Zuerst soll der Leiter eine klare Vorstellung vom ALLGEMEINEN ZIEL haben: Die jungen Menschen auf anziehende Weise Jesus Christus und sein Evangelium entdecken lassen, so dass sie sich für IHN entscheiden, sich der kirchlichen Gemeinschaft anschließen und am Aufbau einer gerechten, brüderlichen Gesellschaft mitmachen. Für diesen Weg schlagen wir Teilstrecken vor:

ERSTE STRECKE: EINFÜHRUNG

Ausgangspunkt          Unkenntnis oder unklare Ansichten über Jesus Christus.

Ziel                           Entscheidung für Jesus Christus und sein Evangelium.

Weg                          Den jungen Leuten eine erste Einführung über Jesus Christus bieten.

Mittel                         - Auf jegliche Weise an die Jungen herankommen.

- Begegnungen suchen.

- Auf reißerische Art mit dem Evangelium bekannt machen. Vorurteile über das Evangelium und das Christentum abbauen.

- Tiefe Verbundenheit (Erfahrung von Gemeinschaft) aufbauen.

- Bei der Entstehung einer Gruppe die Gegenwart des Leiters gewährleisten.

ZWEITE STRECKE: VERTIEFUNG

Ausgangspunkt          Persönliche Entscheidung für Christus und das Evangelium.

Ziel                           Entscheidung, Christus zu folgen und für sein Reich zu arbeiten.

Weg                          Vorschlag, Jünger Christi zu werden: Weg der Abklärung und Bildung einer neuen Grundhaltung. Abklärung der Berufsfrage.

Mittel                         - Durch Mitmachen in einer Gruppe den Gemeinschaftssinn vertiefen und die Forderungen einer Bindung wahrnehmen.

- Eine Weiterbildung ermöglichen, damit die jungen Menschen ihre.

- Wahl besser abklären können.

- Glauben und Leben in Einklang bringen.

- Das Bedürfnis nach geistlicher Begleitung wecken.

- Einfühlung in die sozialen Verhältnissen unserer Gesellschaft und seelsorgliches Empfinden gegenüber den Armen und Ausgegrenzten wecken.

- Das geistliche Leben, die Freundschaft mit Gott (persönliche und gemeinschaftliche Meditation, Schriftlesung, Sakramente) fördern.

- Zum Nachdenken anregen über die verschiedenen Lebensformen und Berufungen, die in der Kirche möglich sind.

- Das Charisma und die Spiritualität der Redemptoristen als Auftrag in der Kirche darstellen.

DRITTE STRECKE: DIE SENDUNG

Ausgangspunkt          Entscheidung, Christus zu folgen und für sein Reich zu arbeiten.

Ziel                           Einen Lebensweg skizzieren, auf dem der Jungmann sich als junger Christ (Laie, Ordensmann, Priester) in der Kirche und Gesellschaft sieht.

Weg                          Den Ort und die Weise finden, um für die Erneuerung der Kirche und der Gesellschaft zu arbeiten.

Mittel                         - Einen Lebensstil wählen, der den Seligkeiten entspricht: selbstlose Liebe und Dienst am Mitmenschen.

- Auf einen missionarischen Einsatz vorbereiten, der auf persönliche und soziale Veränderung ausgerichtet ist.

- Den geistlichen Weg beurteilen, den die Gemeinschaft gegangen ist und sich vornimmt.

- Den Jungmann geistlich begleiten, damit er seine Entscheidung für eine Verpflichtung als Laie oder Geweihter fällen kann.

- Den Beitritt in die redemptoristische Familie als Lebensform erwägen. Jetzt geht es um spezifische Begleitung zum Redemptoristenberuf.

35.   Im Hinblick auf diese Wegstrecken sollte jeder Leiter immer klarer den Stoff und die Methode beherrschen. Doch ist dabei das Schöpferische wesentlich. Am Ort sind die konkreten Mittel massgebend: regelmäßige Zusammenkünfte zu Gebet, Überlegung und Erholung; die jungen Leute dort treffen, wo sie beisammen sind, in Begleitung solcher, die bei uns in einer Gruppe mitmachen; einen freiwilligen Einsatz organisieren; die Mittel und die Sprache der Jugend benützen (Musik, Gesang, darstellende Kunst, Informatik, usw.). Das Thema Beruf soll man auch in der allgemeinen Pastoral (Katechese, Gottesdienst, Gruppenarbeit) behandeln, um allen klar zu machen, dass das Leben eine Berufung ist, aber auch um zu beten um Berufungen. Man kann auch Versammlungen, Besinnungstage, usw. veranstalten, die ausdrücklich dem Anliegen der Berufe gewidmet sind.

Viele Beispiele könnte man auch für die anderen Wegstrecken erwähnen. Den Leitern sind sie bekannt, zumal sie ja bei ihrer Tätigkeit ständig auf konkrete Verhältnisse eingehen müssen.

NOTWENDIGKEIT EINES PASTORALPLANES

36.   Wir möchten unterstreichen, wie wichtig es ist, dass jede (V)Provinz ein allgemeines Konzept für Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral habe. Dieses Konzept soll in Jahresprogrammen ausgeführt werden. Sogar wenn jemand allein starten muss, soll er einen Plan entwerfen. Dort wo es nicht möglich ist, ein solches Pastoralprogramm innerhalb der (V)Provinz durchzuführen, ist es ratsam, die Zusammenarbeit mit den Nachbarprovinzen zu suchen.

37.   Jede (V)Provinz sollte beim Erstellen ihres Planes für Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral beherzigen, dass die Seelsorge durch Gedankenaustausch und Zusammenarbeit gewinnt. Das ist auf drei Ebenen zu gewährleisten: am Ort, im Rahmen der Provinz und im Verein mit anderen Provinzen.

Am Ort                      In jeder Gemeinschaft von Redemptoristen sollte eine Jugendgruppe bestehen, die verbunden ist mit der Christengemeinde und Kirche am Ort.

In der Provinz            Die Jugendgruppen müssen mit den anderen Jugendgruppen der (V)Provinz Kontakt pflegen und Erfahrungen austauschen, indem sie sich, so weit als möglich, an einem gemeinsamen Projekt beteiligen.

Unter Provinzen         Zur Bereicherung der jungen Leute und der Leiter möge jede (V)Provinz Erfahrungen mit den anderen Provinzen der Region austauschen.

38.   Um den Plan genauer zu fassen, ist es am besten, von einigen Fragen auszugehen: welches ist die Situation der Jungen in dieser (V)Provinz, in diesem Land? Welches sind ihre schreienden Bedürfnisse und ihre tiefsten Erwartungen in Bezug auf die Verkündigung und die Art und Weise, Hoffnung und Leben zu wecken? Was für Glaubende wollen wir? Es ist gut, darauf zu antworten und entsprechend zu planen, indem man die Verlautbarungen über Jugend- und Berufepastoral des Landes, wo wir arbeiten, unsere Konstitutionen und Statuten, das Thema des Sexenniums und die Anweisungen des Generalkapitels berücksichtigt.

39.   Eine andere Fragestellung liegt auch nahe: Welche Zusammenarbeit von Mitbrüdern und jungen Leuten können wir erwarten? Welche Art Verkündigung ist in unseren Gemeinschaften denkbar? Welches sind die günstigsten Zeitpunkte für die Jungen Leute im Lauf des Jahres? Was können wir tun, um junge Leute für die Mitarbeit in einer Gruppe zu bewegen?

40.   Die Antworten auf diese Fragen führen zu einem Plan. Wobei es nicht darum geht, viele einzelne Vorhaben zu konzipieren, sondern konsequent und zielstrebig das, was schon bestens im Gang ist, auszubauen und von Jahr zu Jahr weiterzuentwickeln. Somit ist es angezeigt, auch Momente zur Beurteilung und Auswertung nach jedem Unternehmen und am Schluss eines Jahres vorzusehen.

41.   Zum Schluss dieses Abschnittes über das Planen, hier noch einige Beispiele, zu Händen der Leiter. Zuerst, was kann ein hauptverantwortlicher Leiter tun, der sich auf gute Mitarbeit von Mitbrüdern und auf die Mittel der (V)Provinzleitung stützten kann? Er soll sich bemühen, die Leiter zu bilden und zu begleiten: im Lauf des Jahres ein Bildungstreffen für die mitarbeitenden Redemptoristen und Laien organisieren und dazu Fachleute beiziehen, ferner die Gemeinschaften, die sich der Jugendseelsorge widmen, besuchen. Er kann systematisch die Jugendgruppen besuchen und eventuelle Schwierigkeiten beheben. Er kann ein Informationsblatt herausgeben. Er kann, entsprechend den verschiedenen Wegstrecken, Treffen mit jungen Menschen im Lauf des Jahres organisieren.

42.   Was kann hingegen ein Leiter tun, der sich nur auf seinen eigenen guten Willen berufen kann? Wenn wir Beispiele anführen, so geht es uns nicht darum, Vergleiche unter den Leitern anzustellen, sondern zu betonen, dass jeder berufen ist, etwas für die Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral zu unternehmen, auch derjenige, dem die finanziellen Mittel fehlen. Er kann versuchen, im Rahmen seiner Gemeinschaft eine kleine Gruppe zu bilden. Er kann die Mitbrüder einladen, mit jungen Menschen zu beten, namentlich um Berufe. In seiner Gemeinschaft kann er auf gewisse Zeiten wie die Gebetswoche für Berufe (am besten während der entsprechenden Weltwoche) oder auf die Jugendweltwoche aufmerksam machen. Er kann sich beteiligen an dem, was die Ortskirche in der Jugendseelsorge unternimmt. Er kann versuchen, die Idee einer Volksmission zu unterbreiten, die zum Ziel hat, die “Frohe Botschaft von der Berufung” zu verkünden. Er kann auch die Verbreitung von Schriften anderer (V)Provinzen oder der Generalleitung mit Bezug auf die Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral fördern. Abgesehen vom Pastoralplan soll jeder Jugendseelsorger sich weiterbilden und die Mitbrüder der (V)Provinz über die Unternehmen von allgemeinem Interesse informieren. Auch ist es wichtig, dass er in sich den Traum von einer gut organisierten Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral trage und sich mit allen Kräften für dessen Verwirklichung einsetze.

DRITTER TEIL

DIE ERFAHRUNG DER LETZTEN JAHRE

RUNDBLICK

43.       Bevor wir schliessen, möchten wir einige wichtige Aktionen anführen, die sich in den letzten Jahren in der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral als erfolgreich erwiesen haben. Vielleicht wiederholen wir uns, aber es ist wichtig, die Methoden und Inhalte zu beschreiben. Wir hoffen, den Leitern damit nützliche Unterlagen für ihre eigene Planung zu liefern. [10]

44.       Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen

Das Engagement der Kongregation für die Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral hat zu einer Zusammenarbeit unter den Mitbrüdern am Ort und auf Provinz- und Regionsebene geführt. Wir meinen, dass diese Zusammenarbeit weitergeführt und in den nächsten Jahren verbessert werden sollte. Unser Einsatz in der Jugendseelsorge darf uns nicht die Verbindungen mit den Jugendseelsorgern derselben Region und dem regionalen Vertreter des Generalsekretariates für Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral vergessen lassen. Es ist wichtig, dass wir unsere Erfahrungen und unsere Hilfsmittel (Gebetstexte, Programme für Zusammenkünfte und Arbeitspapiere) austauschen, regionale oder subregionale Tagungen durchführen, uns gegenseitig ermuntern zu einem Einsatz, der – wir sagen es noch einmal – uns ans Leben geht und alle betrifft.

45.   Aus einigen (V)Provinzen

45a.  Die Jugendgruppen: Sie werden gebildet in einer Pfarrei oder im Umfeld einer Gemeinschaft von Redemptoristen und geleitet von einem Mitbruder. Sie können wöchentlich zum Gebet und Gedankenaustausch zusammenkommen. Sie können auch das Leben der Christengemeinde konkret mitgestalten.

Tafelrunde der Jugend: Das ist auf (V)Provinzebene eine Gruppierung von Redemptoristen und Laien, die sich mit Jugend- und Berufepastoral befassen. Diese Tafelrunde kommt jährlich zusammen, um Bilanz über die Leistungen der Jugend- und Berufepastoral in der Provinz zu ziehen und besonders um Beziehungen zwischen den verschiedenen Häusern zu knüpfen.

Liturgiegruppen: An Wallfahrtsorten, die den Redemptoristen unterstehen, wird jedes Jahr eine Jugendgruppe gebildet, die sich um den Empfang der Pilger bemüht. Diese jungen Leute gestalten den Kreuzweg und Anbetungsstunden; sie singen Kirchenlieder und lösen an den großen Pilgeranlässen Dynamik und Begeisterung aus.

Treffen auf (V)Provinzebene: Zwei oder drei Treffen (jeweils zwei oder drei Tage dauernd) pro Jahr sind vorgesehen. Man lädt die jungen Christen ein, mit den Redemptoristen ein Stück Weges im geistlichen Leben und in der Berufsfrage zu gehen. Gewöhnlich geschehen diese Treffen unter einem Thema bei festlicher Stimmung und Gebet. In einigen (V)Provinzen heißen sie “Dialog” und dauern vier oder fünf Tage.

Jugendwoche: Gemeint ist eine Woche, die für junge Leute verschiedene bildende Ereignisse in einem Zusammenhang anbietet, wie junge Menschen es begrüßen: Soziales, Kulturelles, Religiöses, Unterhaltung, Sport usw.

Festival: Es geht darum, dass die jungen Leute bei einem kirchlichen Anlass auftreten mit Darbietungen, die ihren Interessen entsprechen wie zum Beispiel die Musik. Das kann geschehen an Weihnachten, Ostern oder bei einer anderen Gelegenheit.

45b.  Beteiligung an Volksmissionen: Der Leiter nimmt junge Leute mit auf eine Volksmission und organisiert mit ihnen Zusammenkünfte und Gebetstreffen mit der Jugend der dortigen Pfarrei.

Jugendgruppen auf Mission: Bestehend aus Redemptoristen und jungen Erwachsenen, verkünden diese Gruppen auf Strassen, in Parkanlagen und in Schulen den jungen Leuten dynamisch und begeistert die Frohe Botschaft. Sie geben Zeugnis, benützen Musik, Gesang, Sketch, Video usw.

Missionsaufenthalt. Eine Gruppe Redemptoristen und junge Erwachsene lässt sich für ein Jahr in einer Diözese nieder. In den 5 bis 10 Pfarreien, die ihnen anvertraut werden, sollen sie Laien zu Leitern ausbilden, die Jugendgruppen gründen können. Durch sie werden auch mancherorts Erwachsene als Katecheten ausgebildet.

Projekt in einer Mission im Ausland: Junge Leute mit Redemptoristen arbeiten einige Wochen in einem Missionsgebiet der Redemptoristen.

45c.  Hilfe für Unbemittelte: Eine Gruppe Redemptoristen nimmt im Sommer 15 junge Erwachsene auf, die in der Umgebung Häuser aufstellen für Unbemittelte und Unterkünfte bauen für Obdachlose, Aidskranke oder Behinderte usw. Diese Gruppe junger Erwachsener erlebt das Gemeinschaftsleben und erfährt wie Redemptoristen leben.

Seelsorge bei Gefährdeten: Diese Seelsorge widmet sich jungen Straftätern und Verbrechern und will ihnen helfen mit christlicher Motivation das Leben neu zu beginnen statt einfach zu trotzen. Um das zu erreichen bieten Redemptoristen mit jungen Erwachsenen Einkehrtage an unter dem Motto: “Wie kann ich mein Leben in Griff bekommen?”

45d.  Einkehrtage für junge Erwachsene: Damit will man unter Leitung von Redemptoristen und Laien die jungen Erwachsenen aus einer Pfarrei zu ihrer geistigen Entwicklung durch Vorträge, Gedanken- und Erfahrungsaustausch, Gebet und Sakramente begleiten.

Haus für junge Erwachsene: Es handelt sich um eine Gemeinschaft, die aus jungen Erwachsenen und Redemptoristen besteht. Sie leben miteinander und stehen den mittellosen Bewohnern des Quartiers menschlich, geistlich und materiell bei.

Gemeinschaft junger Erwachsener und Redemptoristen: Dies ist eine fortgeschrittene und stabile Gemeinschaft. Sie erweist sich sehr geeignet für eine gemeinsame Sendung im Dienst junger Menschen. Sie braucht Statuten von Seiten der (V)Provinzleitung.

45e.  Schnuppern: An einem Wochenende pro Monat lädt eine Gruppe Redemptoristen junge Christen, die sich über ihre Berufswahl Gedanken machen und vielleicht Redemptoristen werden wollen, ein. Diese erleben den Alltag der Gemeinschaft. Als Betätigungen sind vorgesehen: Gebet, Meditation, Bibelgespräch, Eucharistie, Klärung der Berufswahl, Handarbeit, gemütliches Beisammensein usw.

Predigt am Tag der Berufe. Man bestimmt einen Tag für alle Gruppierungen und Pfarreien der (V)Provinz und bittet die Mitbrüder (am besten Novizen und Studenten) eine Predigt über die redemptoristische Berufung zu halten. Ferner betet man um Berufe. Auch Audiovisuelles mit einer Ausstellung wird gezeigt.

45f.  Alfonsianische Hefte: Der Weg, der in diesen “Heften für Spiritualität” beschrieben wird, soll die Jugendlichen zu Christus führen und zugleich mit dem heiligen Alfonsus bekannt machen: mit seiner missionarischen Dynamik, seinem zarten Gefühl für Maria und die Armen usw. Es bestehen 12 Hefte; in jedem wird ein Text des hl. Alfonsus vorgestellt.

Auf Internet: Dort wo die technischen Einrichtungen des Hauses es erlauben, richtet man eine Webseite ein. Diese stellt die (V)Provinz, das Leben und das Charisma der Redemptoristen dar. Oft pflegt man den Kontakt mit jungen Leuten über die elektronische Post. Die elektronische Technik ermöglicht auch Gruppengespräche.

Bulletin: Viermal im Jahr gibt der Leiter ein Nachrichtenblatt über durchgeführte und geplante Tätigkeiten im Bereich der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral heraus. Das wird versandt an die jungen Leute, die mit den Redemptoristen in Verbindung stehen sowie an die Kommunitäten der (V)Provinz.

Faltblätter und Broschüren über Redemptoristische Jugend- und Berufepastoral: Je nach den vorhandenen Mitteln ist ein einfaches Blatt oder Heftchen zur Berufswahl über das Leben und das Charisma der Redemptoristen, über ihre Seelsorge und ihren Lebensstil sowie die Angebote der Redemptoristischen Jugend- und Berufepastoral anzubieten. Wichtig ist, dass man sie verbreitet.

Berufewerbung: Mit Werbefachleuten und einem relativ kleinen Aufwand kann man eine Werbekampagne starten (Plakate, Flugblätter, Buchzeichen, Broschüren, Inserate in Zeitungen usw.). Solche Werbung verfolgt einen doppelten Zweck: erstens auf attraktive Weise den jungen Leuten unser Charisma vorzustellen, und zweitens ihr Interesse zu wecken, damit sie an eine Berufswahl in dieser Richtung denken.

Präsenz in den Medien: Redemptoristen werden eingeladen über ihren Beruf zu berichten am Radio, am Fernsehen oder in Zeitungen. So kann man von unserer Kongregation ein gutes Bild vermitteln und in Gegenden, wo es wenig Berufe gibt, den Sinn des Ordenslebens in der heutigen Zeit hervorheben.

46.   Auf Ebene der Region

Jugendtreffen: Die internationalen Jugendtreffen, die zu unserer Pastoral gehören, haben sich als sehr erfolgreich erwiesen. Ihre Häufigkeit hängt von den Regionen ab (alle drei oder vier Jahre). Ihre Dauer kann von drei bis fünf Tagen sein. Jedes Treffen steht unter einem Thema und ermöglicht die Gruppenarbeit, aber auch das Feiern und Beten usw.

Leitertreffen: Die Beziehungen zwischen den Verantwortlichen auf Regionsebene sind wichtig für den Austausch von Erfahrungen und für die Weiterbildung, aber auch um neue Ideen zu wecken, um gemeinsame Projekte mehrerer Provinzen (z.B. Werbung) durchzuführen, um die internationalen Jugendtreffen auszuwerten und zu planen und schließlich die Kontinuität der Jugendpastoral zu gewährleisten.

Subregionale Treffen: Manchmal ist es wegen der Größe der Region und der Verschiedenheit der Sprachen besser, Tagungen für einen Teil der Region zu organisieren.

ANHANG

Einige Texte, die Leiter zur Kenntnis nehmen sollten

Wir verweisen auf Texte und Studien, die unseres Erachtens diese paar Richtlinien ergänzen und vertiefen können.

A.   GRUNDLEGENDE TEXTE

·  Die Botschaften des Heiligen Vaters zum Weltjugendtag bieten Inspiration für Jugendliche und Leiter.

·  Desgleichen seine Botschaften zum Weltgebetstag für Berufe.

B.   FÜR DIE VERSCHIEDENEN REGIONEN

1.  Für die Region Europa

·  Neue Berufe für neues Europa, Schlussdokument des Kongresses über Priesterberufe und Ordensberufe in Europa, 1998.

·  CENCINI A., Vocazioni, dalla nostalgia alla profezia, Bologna, EDB, 1989.

2.  Für die Region Asien

·  Die Dokumente der Vereinigung der Bischofskonferenzen Asiens (FABC).

·  Die Dokumente der Jugendkommission der katholischen Bischofskonferenzen Indiens (CBCI).

·  In Indien veröffentlicht eine Gruppe von Jugendseelsorgern des hl. Don Bosco jedes Jahr ein Buch über spezifische Fragen. Neulich haben sie fünf Bücher über die Leitung von Gruppen herausgegeben.

3.  Für Afrika

·  Le Regardant (Rédemptoriste), Trimesterzeitschrift, herausgegeben von der Vizeprovinz Burkina-Niger.

4.  Für Nordamerika

a)  Berufepastoral

·  La pastorale vocationnelle: une sentinelle de vigilance, Von der Vereinigung diözesaner Direktoren und Direktorinnen der Berufepastoral im französisch sprechenden Kanada. Montréal, 1998.

·  Kelly Nemeck F. & Coombs M.T., Called by God, Minnesota, USA, 1992.

·  Kelly Nemeck F. & Coombs M.T, Discerning vocations to marriage, celibacy and singlehood, Minnesota, USA, 1994.

·  Pable M., Seigneur que veux-tu que je fasse?, Französische Ausgabe des Werkes: A Religious Vocation: is it for me?, Québec, 1988.

b)  Zur Seelsorge unter jungen Erwachsenen

·  Sons and daughters of the light – A pastoral plan for ministry with young adults. Hirtenbrief der katholischen Bischöfe der Vereinigten Staaten, 1996. Verteilt durch United States Catholic Conference, Inc. (USCC), 3211 Fourth Street NE, Washington DC, 20017-1194, Tel.: 202-541-3040.

·  Weber J., Becoming a young adult responsive Church, 1994. Verteilt durch das Zentrum zur Entwicklung der Seelsorge, P.O. Box 699, Naugatuck, Connecticut, Tel.: (203) 723-1622.

·  Connecting young adults with the Word, (A guide for homilists and liturgy planners), 1999. Verteilt durch das Zentrum zur Entwicklung der Seelsorge, P.O. Box 699, Naugatuck, Connecticut, Tel.: (203) 723-1622.

·  Sharing God’s work through the year, (A guide for small groups of young adults), 1997. Verteilt durch das Zentrum zur Entwicklung der Seelsorge, P.O. Box 699, Naugatuck, Connecticut, Tel.: (203) 723-1622.

·  Young adult works, 1998. Verteilt durch das Zentrum zur Entwicklung der Seelsorge, P.O. Box 699, Naugatuck, Connecticut, Tel.: (203) 723-1622.

5.  Für die Region Südamerika

·  CELAM (Abteilung Jugend), Elementos para un Directorio de Pastoral Juvenil Orgánica, Santa Fe de Bogotá, Colombia, 1982

·  CELAM (Abteilung Jugend), Civilización del Amor: tarea y esperanza (Orientaciones para una Pastoral Juvenil Latinoamericana), Santa Fe de Bogotá, Colombia, 1995

(Der ursprüngliche Text ist italienisch.)

INHALTSVERZEICHNIS

EINLEITUNG

Der Zweck dieses Textes (nn. 1-4)

An wen wir uns wenden (nn. 5-9)

Erster Teil. UNSERE ANHALTSPUNKTE

Pastoraltheologische Grundsätze (nn. 10-17)

Was wir unter Redemptoristischer Jugend- und Berufepastoral verstehen (nn. 18-30)

Zweiter Teil. DAS IDEAL VERWIRKLICHEN (n. 31)

Weisheit und Geduld (nn. 32-33)

Vorschlag für eine Wegbeschreibung (nn. 34-35)

Erste Strecke: Einführung

Zweite Strecke: Vertiefung

Dritte Strecke: Sendung

Notwendigkeit eines Pastoralplanes (nn. 36-42)

Dritter Teil. DIE ERFAHRUNG DER LETZTEN JAHRE

Rundblick (nn. 43-44)

Aus einigen (V)Provinzen (n. 45)

Auf Ebene der Region (n. 46)

Anhang. EINIGE TEXTE, DIE DIE LEITER ZUR KENNTNIS NEHMEN SOLLTEN

NOTIZEN


[1] Konstitutionen Nr. 79 und 89.

[2] XXI. Generalkapitel CSSR (1991): Schlussdokument, 56b und 44.

[3] vgl. Nr. 19 und 20 dieses Dokumentes.

[4] JOHANNES PAUL, Brief an die Jugendlichen im internationalen Jahr der Jugend, 1985, Nr. 3 ff.

[5] Ebd. Nr. 13.

[6] Schon das XXI. Generalkapitel (Schlussdokument Nr. 56b) hatte die Aufgabe der Jugendpastoral darin gesehen, dass sie „jedem jungen Menschen helfen soll, zu seiner persönlichen Berufung als Christ zu finden“.

[7] Es ist nicht abwegig, hier auf die Konstitution Nr. 3 zu verweisen, die uns zu den Verlassensten sendet, das heisst, denen die Kirche die notwendigen Heilsmittel noch nicht geben konnte; jene, welche die Botschaft der Kirche überhaupt noch nicht gehört oder zumindest nicht als frohe Botschaft vernommen haben“. Und die Konstitution 5 hebt hervor: „Die Bevorzugung der pastoralen Notstände, die eigentliche Verkündigung des Evangeliums und die Entscheidung für die Armen geben der Kongregation ihre Daseinsberechtigung innerhalb der Kirche und bilden den Prüfstein ihrer Treue zur empfangenen Berufung.

[8] Schon das XX. Generalkapitel von 1985 hatte die Jugendlichen zu den Armen und Verlassenen gezählt und in ihnen die vorzügliche Zielgruppe für das Wirken der Kongregation gesehen (Schlussdokument, 9.22). Das XXI. Generalkapitel von 1991 hat diese Erörterung noch ausführlicher dargestellt (vgl. Schlussdokument 55-56). Und das Generalkapitel von 1997 unterstreicht erneut die Dringlichkeit der Jugendseelsorge, „weil die Jugendlichen verlassen sind und Hilfe brauchen auf ihrem Glaubensweg“ (Orientierungen, 7).

[9] XXI. Generalkapitel (1991), Schlussdokument, 43. 56a; XXII. Generalkapitel (1997), Botschaft, 10.

[10] Bei der Darstellung der Erfahrungen (namentlich in Vorgehen innerhalb der [Vize]Provinz), haben wir eine Linie verfolgt: die ersten betreffen die Jugendseelsorge im weiteren Sinn; dann kommen wir zu denen, die direkt auf Berufe ausgerichtet sind. Es ist an den Leitern, den Übergang von den einen zu den anderen zu finden und an die eigenen Möglichkeiten anzupassen.